Liebe Gemeindeglieder,

 

als evangelische Kirchengemeinde nehmen wir die Ausbreitung des Corona Virus und die Verantwortung, die wir als Gemeinschaft tragen, sehr ernst. Der Kirchengemeinderat hat am Sonntag in einer Sondersitzung im Anschluss an den Gottesdienst beschlossen, sich an die Empfehlungen der Landeskirche und Politik zu halten. So werden bis auf weiteres keine Gottesdienste in unseren Kirchen mehr stattfinden. Ebenso ruhen alle Gemeindekreise.

Wir möchten uns als Kirche nicht zurückziehen, sondern gerade in der Krise zusammenhalten und Hilfe anbieten, wo nötig. Das Angebot der Telefon-seelsorge (Tel. 2306) möchten wir ausdrücklich anbieten.  Gerne können Sie uns Ihre Anliegen auch per Mail nennen. (pfarramt.feldrennach@elkw.de)

Wir werden, soweit es uns möglich ist, anstelle von persönlichen Besuchen in den Häusern auf das Telefon zurückgreifen und zu Geburtstagen und Jubiläen anrufen.

Wir beten für alle Überlegungen, wie in den Gemeinden Menschen weiterhin gedient werden kann, sei es per Telefon, Internet oder durch praktische Hilfe. Dass sich weder Panik noch Hoffnungslosigkeit breit machen darf, sondern dass Gott diese Krise gebraucht, um Menschen zu erreichen.

 

Schauen Sie auch auf unsere Homepage. Dort werden wir Aktuelles veröffentlichen.  (www.feldrennach-evangelisch.de)

 

Bis auf weiteres finden nicht statt: Gottesdienst, Gebetskreis, Krabbelgruppe, Jungschar, Jugendcafé, Jugendkreis, Jugendband, Konfirmandenunterricht, Bibelstunde, Frauenchor, Frauenkreis, Gesangsquartett, Musikteam, Frauentreff Oase 30+, Seniorenkreis Pfinzweiler

 

Die „Goldene Konfirmation/ Jubelkonfirmation“ am 29.03. findet nicht statt. Sie wird nach Absprache mit den Verantwortlichen verschoben.

 

Die Konfirmationen in Feldrennach und Pfinzweiler können voraussichtlich nicht wie geplant stattfinden. Pfarrer Gerlach bespricht das weitere Vorgehen mit den Konfirmandenfamilien.

 

Beerdigungen sind ein Akt der Nächstenliebe und werden stattfinden. Sie werden nach den aktuellen Empfehlungen durchgeführt.

 

Aktuelles der Landeskirche finden Sie unter: www.elk-wue.de/corona

 

Es ist in diesen turbulenten Zeiten gut zu wissen, dass Jesus stärker ist, als jede Macht der Welt. Gottes Segen, seine Nähe & Schutz wünscht Ihnen von Herzen

 

Ihr Pfarrer Matthias Gerlach und der Kirchengemeinderat

Andacht für Sonntag Lätare, 22. März 2020 Vorschlag des OKR für häusliche Andachten (Kirchenrat Dr. Frank Zeeb)

(L: Liturg, A: Alle, E1-E4 Einzelne)

Der Vorschlag folgt weitgehend der Struktur des sonntäglichen Predigtgottesdienstes. Die Andacht ist als Ganzes komponiert, dennoch können einzelne Teile ausgetauscht oder gelöscht werden. Das gemeinsame Gebet ist bewusst etwas breiter gefasst als das im Sonntagsgottesdienst der Fall ist, es kann auch ­ – vor allem das Fürbittgebet – durch eine Gebetsgemeinschaft ersetzt werden. Wenn das Eingangsgebet in dieser Form gebetet werden soll, sollten entweder genügend Exemplare für die Hand der Teilnehmenden bereit liegen oder – wo die technische Möglichkeit besteht – eine Wandprojektion gemacht werden. Statt einer Lesepredigt teilen die Anwesenden ihre Gedanken miteinander nach einer Variante des bekannten „Bibel-Teilens“, das vielfach in Haus- und Bibelkreisen eine vertraute Weise ist, sich einem Bibeltext persönlich zu nähern. Selbstverständlich ist es auch möglich, dass ein Einzelner oder mehrere eigenständig Zeugnis ablegen. Die Lieder können gegen andere ersetzt werden, es wurde darauf geachtet, möglichst bekannte Lieder vorzuschlagen. Auch ein dünner oder vielleicht nicht ganz tonsicherer Gesang vereint uns mit den himmlischen Chören – es ist aber auch nicht schlimm, wenn einmal nicht gesungen werden kann. Die üblichen Vorsichtsmaßnahmen sind selbstverständlich auch bei diesem Gottesdienst zu beachten (möglichst großer Sitzabstand, kein Segenskreis mit Händefassen …) Der Oberkirchenrat wünscht allen Feiernden die Erfahrung der Anwesenheit unseres Gottes, der uns geleitet in guten und schweren Tagen und ganz bestimmt stärker ist als alle Mächte und Viren dieser Welt.

L: Im Namen Gottes, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.

A: Amen.

L: Unsere Hilfe steht im Namen des Herrn.

A: Der Himmel und Erde gemacht hat. (Entzünden einer Kerze) Begrüßung

L: Liebe Schwestern und Brüder, heute ist der vierte Sonntag der Passionszeit, der Sonntag Lätare. Lätare heißt auf Deutsch „Freuet euch“. Gemeint ist, dass wir mitten in der Passionszeit den Blick aufheben, um uns darüber zu freuen, dass Gott durch das Dunkel des Todes hindurch Licht bringen will und wird. In vielen Kirchen wird das sinnfällig dadurch, dass statt des getragenen Violett die Sinnfarbe dieser Woche das hellere Rosa ist. Diese Gedanken wollen uns sagen: Gott hat seinen Plan mit der Welt, er weiß, was er tut, auch wenn wir manchmal an dem verzweifeln, was uns und aller Welt widerfährt. So grüße ich Sie / Euch mit dem Wochenspruch für den heutigen Tag: „Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und erstirbt, bleibt es allein; wenn es aber erstirbt, bringt es viel Frucht.“ (Als Zeichenhandlung kann man in ein Töpfchen Samen säen, die uns dann die ganze Woche an den Wochenspruch erinnern, gut eignen sich Kresse oder Sonnenblumen, die binnen weniger Tage aufgehen)

Lied: EG 322,1-6: Nun danket all und bringet Ehr

Psalm 84 / EG 734 (auf das Ehr sei dem Vater wird in der Passionszeit in vielen Kirchen der Ökumene verzichtet)

Eingangsgebet: (nach VELKD.de)

A: Jesu Christus, unser Herr, wir singen dir Lob.

E: Wir singen dir – Allein und mit schwacher Stimme aber wir sind nicht allein. Wir sind getrennt von unseren Freundinnen und Freunden, verzichten auf soziale Kontakte.

A: Aber wir singen nicht allein. Du bist bei uns.

A: Jesus Christus, unser Arzt, wir rufen zu dir.

E: Wir rufen zu dir -- in Sorge um die Kranken - aber sie sind nicht allein. Wir rufen zu dir mit bangem Herz, in Trauer um geliebte Menschen.

A: Aber wir rufen nicht allein. Du bist bei uns.

A: Jesus Christus, unsere Freude, wir hoffen auf dich.

E: Wir hoffen unter deinem Geleit und bitten um Schutz und Schirm für alle die pflegen, forschen, retten. Wir bitten um Frieden in unserem Land, bei den Nachbarn, in Syrien und an der griechischen Grenze.

A: Aber wir hoffen nicht allein. Du bist bei uns.

A: Jesus Christus, unser Tröster, wir singen, wir rufen, wir hoffen. Alleine und gemeinsam loben, beten, glauben wir. Dir vertrauen wir uns an, heute, morgen und jeden neuen Tag. Amen. Stilles Gebet

L: Wir beten weiter in der Stille, miteinander und füreinander. (Gebetsstille)

L: Herr, du hörst unser Gebet, darum kommen wir zu dir.

Lied: EG 98: Korn, das in die Erde

Predigttext: Jes 66,16-10 (Der Predigttext wird nach der Methode: „Bibel Teilen“ in sieben Schritten gemeinsam erschlossen)

Bibel Teilen in sieben Schritten: Wir öffnen uns für Gott in Gebet und Lied: Herr, du unser Gott, öffne unsere Herzen und unseren Sinn für dein Wort. Wir wollen hören, rede du. Was du uns sagen willst, das lass uns aufmerksam wahrnehmen. In all unserer Sorge, tröste uns. Gib uns ein festes Herz, das uns gewiss macht in der Hoffnung auf dich. Gib uns ein waches Auge, dass wir nicht nur geistlich aufschauen und vor allem nicht zurückschauen, sondern den Nächsten und seine Not sehen. Und gib uns eine sichere Hand, dass wir in den kommenden Tagen das rechte Tun, besonnen und mit Augenmaß. Das bitten wir durch Jesus Christus, deinen lieben Sohn, unseren Herrn.

Eine/r liest den Predigttext

„Freuet euch mit Jerusalem und seid fröhlich über die Stadt, alle, die ihr sie lieb habt! Freuet euch mit ihr, alle, die ihr über sie traurig gewesen seid. Denn nun dürft ihr saugen und euch satt trinken an den Brüsten ihres Trostes; denn nun dürft ihr reichlich trinken und euch erfreuen an ihrer vollen Mutterbrust. Denn so spricht der Herr: Siehe, ich breite aus bei ihr den Frieden wie einen Strom und den Reichtum der Völker wie einen überströmenden Bach. Da werdet ihr saugen, auf dem Arm wird man euch tragen und auf den Knien euch liebkosen. Ich will euch trösten, wie einen seine Mutter tröstet; ja, ihr sollt an Jerusalem getröstet werden. Ihr werdet's sehen und euer Herz wird sich freuen, und euer Gebein soll grünen wie Gras. Dann wird man erkennen die Hand des Herrn an seinen Knechten und den Zorn an seinen Feinden.““

Verweilen und Vertiefen

Der Text wird erneut – langsam – gelesen.

Jeder und jede wird eingeladen, mitzulesen und an den Stellen, die ihm besonders naheliegen, besonders zu betonen.

In einer dritten Lesung gelingt es oft, einen emotionalen Klangteppich zu weben, bei dem die Gefühle (Ablehnung, Zweifel, Angst, Freude …) wie in einer Symphonie zusammenklingen.

Schweigen (ca. 3-5 Minuten)

Die Teilnehmenden besinnen sich, jeder und jede für sich, was der Text jede/m einzelnen sagen will. Sie lassen sich darauf ein, dass nicht alles unmittelbar einsichtig ist. Sie suchen nach Anknüpfungspunkten in ihrem Leben und besinnen sich darauf, was sich in der kommenden Woche von diesem Text her in ihrem Alltag nahelegt. Mitteilen Wer mag, kann den anderen die eigenen Gedanken mitteilen.

Manchen Gruppen hilft es, mit einer Murmel oder einem Stein zu arbeiten: Wer den Stein hat, hat das Wort. Wer fertig ist, legt ihn wieder in die Mitte. Wer reden mag, nimmt den Stein. Wichtig ist, dass es in dieser Phase nicht um Diskussion geht, sondern darum, zu hören, was der Text bei den Schwestern und Brüdern ausgelöst hat. Deshalb wird hier nicht kommentiert. Austauschen Wir suchen im Gespräch nach der Bedeutung des Textes. Meist ergibt sich aus der Mitteilungsphase ein Gespräch und Themen von allein.

Wenn nicht, könnten Leitfragen – und Texte hilfreich sein:

– Was empfinde ich bei dem Satzteil„wie einen seinen Mutter tröstet“?

– Wie kann ich meine Mitmenschen so trösten, wo werde ich getröstet?

– Muss der Satz mit dem Zorn und den Feinden am Schluss wirklich sein? Was will Gott uns damit sagen?

– Heinrich Böll schreibt an einer Stelle (in ganz anderem Zusammenhang): „ Ich bin nicht dein Jerusalem, dachte sie, nein, ich bin es nicht, und doch ist dein Blick, wie der Blick der Pilger sein muß, wenn sie die Türme ihrer heiligen Stadt sehen.“ Was ist für mich „Jerusalem“? Was war es für die Gläubigen im Alten Testament? Was heißt eigentlich „Pilgern“?

– Was will Gott uns in Zeiten der Epidemie mit dieser Verheißung seines Reiches sagen? Helfen uns die Naturbilder?

Lied: z.B. EG 503,12-15 oder EG 408 (Meinem Gott gehört die Welt) oder EG 398 (In dir ist Freude)

Fürbittengebet (nach evangelisches-brevier.de) :

L: Jesus Christus, du rufst uns zu dir. Aus dir können wir alles empfangen. Du bist unsere Hoffnung. Du bist voller Gnade und Wahrheit für alle, die sich nach dir ausstrecken. Dich rufen wir an.

A: Kyrie eleison.

L: Christus Jesus, du bist unser Leben. Du warst gehorsam bis in den Tod. Du bist die Quelle geworden von allem Trost. Du bist für uns Weg und Wahrheit und Leben. Und Auferstehung ist ganz in dir. Du bist unsere Versöhnung und unser Friede. Dich rufen wir an.

A: Kyrie eleison.

L: Jesus Christus: Mühselig mit unseren Last und beladen von Schuld kommen wir zu dir. Du bist das Heil derer, die auf dich warten. Du bleibst die Hoffnung aller, die in dir sterben. Du bringt Erfüllung für jede und jeden, die es mit dir wagen. Dich rufen wir an.

A: Kyrie eleison.

L: Wir bitten dich: Schaffe dir durch die Macht deiner Gnade ein hörendes Volk, das deine Botschaft gern aufnimmt, das immer wieder umkehrt zu dir und Früchte des Geistes zu bringen vermag. Dich rufen wir an.

A: Kyrie eleison.

L: Stehe allen bei, die sich in Gefahr befinden, die bedrängt sind oder Not leiden. Umsorge die Kranken. Gewähre deinen Schutz den Schwachen, den Einsamen und Verl - assenen. Schau auf jene, die keine Helfer haben. Dich rufen wir an und beten gemeinsam:

L: Vater unser …

Segen

L:: Der Herr segne uns und behüte uns // der Herr lasse sein Angesicht leuchten über uns und sei uns gnädig. // Der Herr erhebe sein Angesicht auf uns, und schenke uns Frieden.

A: Amen.

  • Meldungen aus der Landeskirche

  • 31.03.20 | Bibelgesellschaft lädt zum Kraftschöpfen ein

    „Kraft schöpfen - Stärkende Bibelworte für schwierige Zeiten": Die Württembergische Bibelgesellschaft erneuert inmitten der Corona-Pandemie ihr Angebot an Kirchengemeinden, das 24-seitige „Trostheft“ kostenlos bei ihr zu beziehen und an Gemeindeglieder weiterzugeben.

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    „Wir leben in unsicheren Zeiten“, sagt Rundfunkpfarrerin Dr. Lucie Panzer. Doch jeder einzelne könne ein kleines Stück dazu beitragen, dass sie sicherer wird. Denn: „Gott hat uns nicht den Geist der Furcht gegeben, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit.“

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